Mittwoch, 25. Juni 2008

HMM 2008 erfolgreich beendet

So ein Blog ist eigentlich 'ne feine Sache, wenn man es denn schafft ihn aktuell zu halten. Das ist mir leider aus verschiedenen Gründen nicht gelungen. Wie dem auch sei, die Hamburger Mannschaftsmeisterschaften (HMM) 2008 sind beendet und die Schachfreunde Wedel waren recht erfolgreich. Wedel 2 konnte sogar die Kreisliga B für sich entscheiden. Aber der Reihe nach:

Wedel 1 erreichte den vierten Platz in der Bezirksliga B und war damit jenseits von Gut und Böse, sprich: Auf- und Abstieg. Insbesondere gegen Union Eimsbüttel II war in diesem Jahr kein Kraut gewachsen. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg!

Wedel 2 wurde erster der Kreisliga B. Neben dem notwendigen Können und der hohen Einsatzbereitschaft (es wurden kaum Ersatzspieler eingesetzt) kam auch noch etwas Glück hinzu; insbesondere in der Begegnung gegen Lurup, die uns aber trotzdem dank ihres zweiten Platzes in die Bezirksliga begleiten.

Wedel 3 konnte die Kreisliga knapp, aber immerhin, halten. Das ist durchaus als Erfolg zu werten. Beeindruckend das 4:4 in der letzten Runde, mit zwei kampflos verlorenen Partien. Hier scheint sich eine echte Mannschaft gebildet zu haben, in der der eine für den anderen kämpft.

Alle Ergebnisse und Tabellen der HMM 2008 finden sich auf der Web-Site des Hamburger Schachverbandes.

Freitag, 9. Mai 2008

Wedel 1 gewinnt gegen HSK 12

In aller Kürze: In der 7. Runde der Bezirksliga B konnte Wedel 1 sich am 08.05.2008 mit 5,5 zu 2,5 gegen HSK 12 mit etwas Glück durchsetzen. Das Ergebnis spiegelt den Verlauf der Begegnung nicht wirklich wieder. Über ein 4:4 hätten wir uns nicht beschweren können. Letztlich setzte sich die Erfahrung von Victor in der Zeinotphase durch und Jürgen J. konnte seine zwischenzeitlich auf Verlust stehende Stellung noch umdrehen.

Freitag, 25. April 2008

Wedel 3 schöpft wieder Hoffnung

In der Kreisliga C konnte Wedel 3 die Mannschaft von Croatia mit 7,5 : 0,5 besiegen. Mit Ausnahme von Brett 1, konnte an allen Brettern der volle Punkt eingefahren werden. Damit kann Wedel 3 wieder Hoffnung schöpfen. Vielleicht lässt sich die Klasse halten.

Dienstag, 15. April 2008

Wedel 3 unterliegt HSK 19 mit 3,5:4,5

Es wäre so schön gewesen, es hat nicht sollen sein. Etwas unglücklich unterlag Wedel 3 gestern gegen HSK 19. Siegen von Michael Schwarz, Markus Wolwoski und Günter Löschmann standen Niederlagen von Jason Breitweg, Michael Scheinpflug, Andre Vexler und Michael Lutz entgegen. Günter Hennig konnte ein Remis erringen.

Dienstag, 8. April 2008

Partie(kurz-)schluss von Hochreiner vs. Toepfer


Hochreiner - Toepfer, Stellung nach 39. Kh3. Die Partie ging wie folgt weiter: 39. ...Df1+ (Besser war evtl. Th1); 40. Kh4 Te5?? (mit 40. Dh1 wäre vielleicht noch was gegangen); 41.Dc7+ und Weiß bot in totaler Gewinnstellung Remis. Warum, steht im Bericht Wedel vs. Pinneberg II.

Wedel unterliegt Pinneberg II mit 3,5:4,5

In der 6.-ten Runde der Bezirksliga B verlor Wedel gestern Abend gegen Pinneberg II mit 3,5:4,5. Das Ergebnis spiegelt die Ereignisse recht gut wieder. Es wurde hart aber fair und in freundschaftlicher Atmosphäre gekämpft. Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten, was vor dem Hintergrund der aktuellen Tabellensituation allerdings ziemlich egal war.

Die erste Entscheidung des Abends fiel an Brett 3. Bob (1774) war gegen Volker Griwenka (1929) schlecht aus der Eröffnung gekommen und stand ziemlich auf dem Acker. Umso erstaunter durfte ich zur Kenntnis nehmen, dass Bob gewonnen hatte. Volker Griwenka hatte wohl eine Springergabel übersehen, die ihm die Dame kostete. Es verging eine Weile und dann brachen unsere Ersatzleute einträchtig nebeneinander sitzend ein. Alexander (1589) lief in einen Mattangriff, den Detlef Lemke (1834) mit einem Opfer eingeleitet hatte und sehr schön zum Matchpoint verwandelte. Patrick (1749) musste sich gegen Roland Schmidt (1808) geschlagen geben und Werner (1616) transformierte seine gute Stellung mit Mehrbauern in eine Verluststellung mit Minusbauern bei zwei Türmen gegen Turm und zwei Läufer. Somit stand es 3:1 für Pinneberg.

Jürgen (1924) stand bei oberflächlicher Betrachtung des Berichterstatters, der mit seiner eigenen Partie sehr beschäftigt war, optisch besser gegen Hubert Wegemund (1862), konnte aber nicht mehr als immerhin ein Remis herausholen. Bei mir (1767) wurde die Stellung plötzlich sehr scharf, als Jürgen Hochreiner (1848) ein interessanter Läuferopfer auf h6 aus dem Ärmel schüttelte, das ihm als Kompensation für die Figur nicht nur zwei Bauern einbrachte sondern auch die aktivere Stellung. Außerdem waren so ziemlich alle verbliebenen Bauern von mir anfällig, so dass es nur eine Frage der Zeit zu sein schien, bis noch ein Landwirt den Acker verlässt. Ich beschloss, aufzuhören Bauern zu zählen und setzte auf Mattangriff, der allerdings von Jürgen Hochreiner sehr umsichtig abgewehrt wurde. In der Zwischenzeit hatte Uli (1849) gegen Oliver von Wersch (1980) an Brett zwei gewonnen, so dass es nun 3:4 stand. Jürgen Hochreiner bot mir Remis an, was ich ohne nachzudenken ablehnte, meinte ich doch (übrigens wahrscheinlich zu unrecht) auf Gewinn zu stehen. In Zeitnot fand ich dann nicht die richtige Fortsetzung und schoss mit 40…Te5 einen kapitalen Bock, der mich mindestens den Springer gekostet hätte. Jürgen Hochreiner gab Schach und bot gleichzeitig Remis an, wohl wissend, dass meine Aufgabe maximal noch zwei Züge hätte auf sich warten lassen. Er meinte, dass er so nicht gewinnen wolle, wir eine interessante Partie gespielt hätten und die Partie keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Na ja, soherum kann man es natürlich auch sehen. Der Berichterstatter dankt auf jeden Fall nochmals für das geschenkte Remis.

Freitag, 7. März 2008

Es muss nicht immer ein 4:4 sein

In der 5.-ten Runde der Bezirksliga B gelang Wedel 1 ein 5:3 Sieg gegen Diagonale 1. In der langen Historie der Wettkämpfe beider Mannschaften wird man lange zurückgehen müssen, um ein anderes Ergebnis als ein 4:4 zu finden. Aber jede Serie hat bekanntlich mal ein Ende; diesmal waren wir die Glücklichen. Beide Mannschaften mussten auf 2 bis 3 Stammspieler verzichten. Insofern war für Gerechtigkeit gesorgt.

Nach etwa 1,5 Stunden einigten sich Andreas Czepulis-Rastenis (1771) und Ralf Toepfer (1767) auf ein Remis. In einer französischen Abtauschvariante wurde das Brett schnell ziemlich übersichtlich. Ich ließ den nötigen Kampfgeist vermissen und bot in positionell leicht besserer Stellung Remis an, was Andreas im Millisekundenbereich annahm. Immerhin war so die Gefahr, dass beide Spieler an Langeweile sterben ausgeräumt. Kurze Zeit später schlossen auch Karlheinz Kobras (1677) und Gerd Wasmuth (1645) Frieden. Ebenfalls in einer noch nicht ausgekämpften Stellung. Dann war erstmal Schluss mit Frieden. Holger Henrich (2117) hatte Martin Becker (1862) von Beginn an an die Wand gespielt und erntete nun die Früchte seiner Arbeit. Marten Holst (1831) und Uli Timm (1849) nahmen die Friedensverhandlungen wieder auf und rauchten die Friedenspfeife. Damit stand es 2,5:1,5 für Wedel 1. An den anderen Brettern bot sich zu diesem Zeitpunkt etwa das folgende Bild:

An Brett 2 kämpfte Victor Lamzin (1904) gegen David Hernandez (1928) und gegen die Zeit. Die Stellung sah ziemlich Remisträchtig aus. Wirklich spannend war die Frage, ob Victor die Zeitkontrolle pünktlich erreichen würde. An Brett 4 hatte Jürgen Nikodem (1924) gegen Andrei Cotaru (1800) die Stellung in unklare Gewässer geführt. Mir schien es etwas zweifelhaft, ob das wirklich klug war, aber Jürgen schien sich recht wohl zu fühlen, während Andrei genaue Züge finden musste. Irgendwann griff Andrei wohl fehl, so dass Jürgen den vollen Punkt einfahren konnte. Jan Bartels (1715) und Michael Feske (1771) übten fleißig Endspiel(e) und lehnten Gegenseitig ihre Remisangebote ab. Das gibt für beide ein extra Fleißpünktchen, aber der Brettpunkt wurde gerecht geteilt. An Brett 8 übten Rainer Laugwitz (1796) und Günter Hahn (1607) ebenfalls fleißig Endspiel(e). Wer Günter kennt weiß, dass er Endspiele liebt. Leider war diese innige Liebe am gestrigen Abend einseitig. Das Endspiel liebte Günter diesmal nicht und Rainer gewann. Zeit für einen letzten Zwischenstand. Der Taschenrechner spuckt ein 4-3 für Wedel 1 aus. Es hängt also (fast) alles an der letzten Partie. Nach einhelliger Meinung der umherstehenden, schwatzenden (vor der Tür natürlich) und Bier trinkenden Kiebitze, war die Stellung zwischen Victor und David immer noch sehr remisträchtig. Victors Blättchen auf der Schachuhr hing schon bedenklich, als sich die Ereignisse plötzlich überschlugen. Victor schaffte seinen 40. Zug pünktlich und setzte Davids König mitten auf dem Brett mit zwei Springern (gegen Läufer und Springer) im 41. Zug Matt. Glück muss man haben oder Shit happens, je nach eingenommener Perspektive.

Über mich

1. Vorsitzender der Schachfreunde Wedel